Tagesarchiv:

    Informationsnachmittag zum Bauwagenplatz

    Am nächsten Sonntag, 10.5.15 von 13-16 Uhr am Haupteingang des Duisburger Hauptbahnhofes veranstalten die Duisburger Bauwagenplatzbewohner einen informationsreichen Nachmittag zu dem Leben im Wagen.

    Sie machen einen Abriss von den ersten Wagenburgen im Mittelalter, über die 150 Wagenplätze in Deutschland, bis zur aktuellen Räumungssituation in Duisburg-Homberg. Dabei werden auch wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, die aufzeigen, dass es viele Städte gibt, welche das Wagenleben unterstützen und fördern. Zum Beispiel hat man in Köln, Düsseldorf, Hannover und Berlin längst erkannt, das diese alternative Wohnform das Stadtleben um viele Facetten bereichert.

    Dabei zählen zu der Win-Win-Dialektik von Stadt und Freiraum, Bauwagenplatz: Spielmöglichkeiten für Kinder, soziale Integration von Jugendlichen, Auffangstation von Erwachsenen in schwierigen Lebenssituationen; breites Angebot an freier, unkommerzieller Kunst und Kultur. Die Wagenplatzbewohner  in Duisburg veranstalteten in den letzten 20 Jahren: Nachbarschaftsfeste, Freiluftkino, Kickerturniere, Trommelworkshops, Mitspiel in einer Percussionband, Solikonzerte, vegane Völksküche, Tanzdemos u.v.a.m.

    In jeder der oben genannten Städte gibt es mehrere Wagenplatz-Projekte, die dann spezifische Lebensvorstellungen entwickeln können.
    Die SPD und CDU vernichten gerade den letzten Bauwagenplatz in Duisburg mit undemokratischen Mitteln und harter Hand. Duisburger Politiker der genannten Fraktionen geben sich gerne offen, tolerant und bunt. Bei der Diskriminierung der Bauwagenbewohner aus Homberg offenbart sich ihr wahres Schwarz-Weiß-Denken.

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